UNESCO-Regionaltagung in Lüchow

21. März 2019 UNESCO-Regionaltagung in Lüchow
Das Wendland, die Nachhaltigkeit und der Wolf…

…unter diesem Thema stand die vergangene Regionaltagung der niedersächsischen UNESCO – Projektschulen.
Vom 4.-6. März 2019 besuchten wir, fünf Schülerinnen des 10. Jahrgangs, gemeinsam mit Frau Kossack und Frau Deniz das Gymnasium Lüchow.
Wir wurden GastschülerInnen zugeteilt, die uns freundlicherweise zwei Nächte lang beherbergten, während die LehrerInnen im Hotel Katerberg untergebracht waren.
Am Ankunftstag wurden wir mit leckerem Buffet empfangen und hatten die Möglichkeit zahlreiche Vorträge über das Wendland und die Nachhaltigkeit zuhören. Außerdem gab es einige organisatorische Besprechungen, die hauptsächlich auf die LehrerInnen abgestimmt waren und für uns SchülerInnen deshalb uninteressant. Sehr gut gefallen hat uns dagegen ein kleiner Ausflug zum Amtsturm in der Altstadt Lüchows, von dem wir die ganze Stadt überblicken konnten. (Mit 10.000 EinwohnerInnen – ca. 1/4 der Einwohnerzahl der Südstadt Hannovers – ist Lüchow auch nicht besonders groß.)


Abends besuchten wir dann das Art & Rock Café, in dem verschiedenste FastFood-Gerichte angeboten wurden. Derweil aßen die LehrerInnen im Kartoffelhotel.
Am nächsten Tag fanden die schon am Vortag gewählten Workshops statt. Wir nahmen an den Workshops über den Wolf und das Dorf Hitzacker (ein in der Entstehung begriffenes als interkulturelles Generationen-Dorf geplantes alternatives Wohnprojekt) teil. Alternativ besuchten andere Gruppen beispielsweise das Atomendlager Gorleben, das Grüne Band (entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze), die Kurve Wustrow (Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion) oder hörten sich einen Vortrag über die 17 Nachhaltigkeitsziele des UN-Korrespondenten Andreas Zumach an.
Die Exkursion zum Thema Wolf fand in der Göhrde statt, wo wir mit dem Wolfsberater Herrn Kenner nach Wolfsspuren suchten. Schnell wurde die Gruppe fündig – wir liefen zahlreichen Wolfslosungen und Pfotenabdrücken über den Weg, die bestätigten, dass das Wolfsrudel sich in den letzten Tagen an diesen Stellen aufgehalten hat. Nicht nur über den Wolf und seine Gewohnheiten, sondern auch über die derzeitige politische Diskussion klärte uns Herr Kenner auf. Leider konnten wir diese Führung aufgrund des kalten Wetters nur bedingt genießen.
Nachmittags ging es dann weiter zum Dorf Hitzacker – Ein alternatives Bauprojekt zum gemeinschaftlichen und nachhaltigen Wohnen. Die Idee dahinter ist ein Zusammenschluss aus Flüchtlingen und SeniorenInnen, sowie jungen Familien, die alle durch eine Genossenschaft zum gemeinsamen Leben beitragen. Zurzeit befindet sich das Projekt noch im anfänglichen Baustadium – das erste (und bisher einzige) fertiggestellte Haus konnten wir aber besichtigen. Unser Eindruck war, dass die Mitglieder sehr leidenschaftlich von der Idee überzeugt sind, was sich auch daran zeigt, dass die Gebäude größtenteils von ihnen selber erbaut werden. Jedoch scheint das Projekt an einigen Stellen nicht vollständig durchdacht zu sein. Anfänglich waren gleiche Anteile an SeniorenInnen, jungen Familien und Geflüchteten geplant. Im Moment gibt es allerdings eine große Mehrheit von SeniorenInnen, während das Interesse junger Familien und Geflüchteter eher gering ist.


Nach den Veranstaltungen fanden sich die LehrerInnen wieder in einem Restaurant ein, währen der Großteil der SchülerInnen bowlen ging.
Den letzten Tag verbrachten wir mit der Auswertung der Workshops und der Planung zukünftiger UNESCO-Projekte.
Wir hatten drei sehr schöne Tage. Auch wenn die Vorträge etwas eintönig waren, haben uns die Workshops gut gefallen. sodass wir auch anderen UNESCO-Interessenten die Teilnahme an zukünftigen Tagungen (z.B. im November in Bad Bevensen zum Thema Demokratie) empfehlen würden.

Alissia, Ida, Johanna, Luise, Pauline – Unesco AG

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