Großer Erfolg für den RVB in Berlin

10. Oktober 2017 Großer Erfolg für den RVB in Berlin

Die Bismarckschule hatte es mit zwei Siegen beim Landesentscheid geschafft zwei Ruderboote zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia zu qualifizieren. Zusätzlich hatte die Bismarckschule noch einen Junioren- und einen Juniorinnenachter beim SchülerInnen-Achtercup gemeldet, der parallel zu Jugend trainiert stattfindet. Voller Freude fuhren die Jugend trainiert-Leute daher am 17.09. mit der Bahn nach Berlin und bezogen dort nach der Akkreditierung unsere Zimmer. Die Achtercup-Schülerinnen und -Schüler sollten einen Tag später mit dem Bus nachkommen.

Die Anfangsprobleme

Am nächsten Tag ging es morgens zur Regattastrecke in Grünau. Das Wetter war gut: Sonne, kaum Wind und daher auch keine Wellen. Schnell die Boote zusammengebaut und noch eine kleine Trainingseinheit eingelegt. Anschließend ging es in die Stadt oder ins Hostel, denn einige der Juniorinnen waren gesundheitlich angeschlagen. Die übrigen Personen für die Achter kamen aufgrund einer Teilsperrung der A2 verspätet an, sodass nur die Schüler am Abend noch einmal ins Boot stiegen. Allerdings musste auch sie auf einen der wichtigsten Personen im Boot verzichten. Der Schlagmann Torm Bierwirth lag ebenfalls erkältet im Bett in Hannover.

Der 1. Renntag

Am Dienstag fanden dann die ersten Rennen statt. Bei den Vorläufen konnte sich nur der Sieger fürs A-Finale qualifizieren, der Rest musste ein zusätzliches Rennen in Form der Hoffnungsläufe bestreiten. Daher war die Devise: Am Anfang der 1000 Meter voll fahren und dann schauen, wie man im Rennen liegt, um ggf. Kräfte für den Hoffnungslauf zu sparen. So kam es dann auch. Im Rennboot unterlief der Mannschaft mit Joshi Hoffmann, Ole Riemer, Leon Knaack, Emil Rast und Steuerfrau Kristin Henke nach dem Start ein Fehler, der sie erst einmal zurückwarf. Zwar holten sie noch einmal deutlich auf, der spätere Sieger war aber schon zu weit weg. Im Rennen der Juniorinnen mit Mareike Sack, Marie Beretz, Lisa-Marie Freitag, Lisa Rosenhäger und Steuerfrau Vanessa Hies hatte sich ein Boot schon früh absetzen können, sodass auch sie sich für den Hoffnungslauf schonten. Im Hoffnungslauf demonstrierten dann beide Mannschaften ihre Qualität und gewannen ihre Läufe, indem sie sich nach 500 Meter an die Spitze gesetzt hatten und alle Angriff auf die Spitzenposition abwehrten.

Das machte Hoffnung, hatte aber bei den Juniorinnen auch einen Preis: Mareike war von allen gesundheitlich am stärksten angeschlagen und hatte sich völlig verausgabt. Daher fiel sie für den Achter aus. Mögliche Optionen:
1. Rennen abmelden. Eigentlich keine Option.
2. Nur 6 oder 7 Schülerinnen in den Achter setzen. Regeltechnisch möglich, aber unschön.
3. Eine Ersatzperson organisieren.
Frieda Witt aus Bremen war bereits einzuspringen und die Regattaleitung erlaubte diese Renngemeinschaft.
Als erstes gingen aber die Schüler mit Raavi Nasser, Max Giovanni Winnecke, Oskar Menke, Niklas Dittmar, David Kemmerich, Max Bühre, Paul-Luca Henkel, Tom Harms und Steuermann Aron Kröhnert ins Rennen. Dort stießen sie auf altbekannte Gegner in Form des Ratsgymnasiums Osnabrück, die bereits im Sommer den Landesentscheid in Hannover gewonnen hatten. Beim SchülerInnen-Achtercup musste man den Vorlauf allerdings nicht gewinnen, da die Organisatoren im Interesse der Sportler nicht noch einen Hoffnungslauf ansetzen wollten. Ansonsten hätten unser die Juniorinnen aus dem Jugend trainiert-Vierer vier Rennen an einem Tag gehabt, was auf dem Niveau zu viel wäre. Stattdessen qualifizierten sich die sechs Zeitschnellsten für das A-Finale. Unser Achter zeigte ein gutes, technisch sauberes Rennen. Man merkte nicht, dass Raavi kurzfristig Torms Aufgabe als Schlagmann übernehmen musste und Oskar als Ersatzmann eingesprungen war. Nur knapp verpassten sie die 6. schnellste Zeit, wobei dies auch ein „Messfehler“ gewesen sein könnte.

Bei dem Schülerinnen-Achter ging danach Lisa-Marie Freitag, Lisa Rosenhäger, Marie Beretz, Frieda Witt, Sophie Sendrowski, Emily Dennhardt, Kristin Henke, Vanessa Hies und Steuermann Gabriel Kemmerich. Lisa-Marie hatte die Schlagposition von Mareike übernommen, Marie musste von Steuerbord auf die Backbordseite wechseln und Frieda saß natürlich das erste Mal mit im Boot. Somit war die Herausforderung noch höher als bei den Schülern. Daher reichte es auch nur für den letzten Platz des hochkarätig besetzten 12-Boote-Feldes; diesmal auch vom stadtinternen Rivalen der Humboldtschule geschlagen.

Die Finals

Am Mittwoch war dann der entscheidende Tag. Das Wetter war wieder gut und motiviert gingen alle Mannschaften ins Rennen. Im Renndoppelvierer hatten sich im A-Finale vier Boote nach 500 Metern abgesetzt und unsere Jungs waren dabei. Sie kämpften bis zur Ziellinie und errangen sensationell den 3. Platz. Sie besiegten damit zahlreiche Mannschaften von Sportschulen, die gezielt von den Athleten aufgesucht und vom Staat gefördert werden. Im Gigdoppelvierer machte sich der Gesundheitszustand der Juniorinnen bemerkbar. Sie konnten daher nicht ganz an die Leistungen des vorherigen Tages anknüpfen. Und trotzdem konnten sie noch die Mannschaft aus NRW hinter sich halten. Unter den gegebenen Umständen ist auch dies ein sehr gutes Ergebnis.
Im SchülerInnen-Achtercup machten die Schüler noch einmal deutlich, dass eine Qualifikation für das A-Finale gerechtfertigt wäre. Vom Start an setzten sie sich an die Spitze und kontrollierten das Rennen bis ins Ziel. Und auch bei den Schülerinnen lief es nun besser und sie konnten die stadtinterne Konkurrenz wieder hinter sich lassen. An dieser Stelle noch einmal ein Dank an Frieda, dass sie unsere Mannschaft komplettiert hat.

Fazit

Insgesamt ist der Auftritt in Berlin als sehr großer Erfolg zu werten. Alle Mannschaften haben trotz der teilweise schwierigen Umstände ihre Ziele erreicht. Großer Dank für die sehr gute Arbeit geht auch an die Trainer der Mannschaften Sebastian Krohne, Lars Hildebrand, Cornelius Dietrich und Frauke Lange – allesamt ehemalige Bismarckschüler – sowie Malte Liepert vom HRC, die den Schülerinnen und Schüler zu dieser Leistung verholfen haben. Ebenfalls noch einmal ein Dank an Simon Obert, der für Malte den Schülerachter in Berlin betreut hat.
Und dann können wir noch auf das nächste Jahr gespannt sein, denn die meisten Schülerinnen und Schüler sind noch jung genug, um im nächsten Jahr erneut an den Start zu gehen.

Patrick Gewohn

 

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