Adios – ihr vernünftigen Amigos! Herzlichen Glückwunsch dem Abijahrgang 2016

18. Juni 2016 Adios – ihr vernünftigen Amigos! Herzlichen Glückwunsch dem Abijahrgang 2016

Am Freitag verabschiedete sich die Bismarckschule in einem vergleichsweise kurzen Festakt von den diesjährigen Abiturienten. Auch wenn dieser erstmalig (?) keine zwei Stunden dauerte, war er nicht minder eindrucksvoll. Es gilt hier, die wesentlichen Höhepunkte aufzuzeigen:

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Lars Koslowski hält eine hervorragend unaufgeregte und dabei so unterhaltsame Abiturientenrede, dass man doch Zweifel an seiner Behauptung hegen darf, sie sei im Wesentlichen während des Deutschlandspieles gegen Polen und einer Straßenbahnfahrt entstanden. Sie mündet schließlich in der schlichten und vielleicht doch so wegweisenden Erkenntnis, die vom Namensgeber unserer Schule stammen soll:

Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert, als alle Bewunderung der Welt. Bismarck

Lässig zudem, wie Lars die Interpretation des mehr oder minder originellen Abimottos (Abios Amigos – Nach 12 Jahren Siesta endlich Fiesta) einfach mal den Schulleiter übernehmen läßt, eine Aufgabe, die Herrn Frommeyer nach Selbstaussage regelrecht den Schlaf geraubt haben soll. Dieser sucht darüber hinaus in einer mutigen und leidenschaftlich vorgetragenen Rede nach der richtigen Antwort auf die Frage, wer oder was vernünftig sei. Der Reigen potentieller Antworten reicht hierbei von Altersvorsorge, Bio-Gemüse, IMM (Irgendwas mit Medien bzw. Irgendwas mit Menschen), Brandt-Zwieback bis hin zu Frau Hewitson. Am Ende konstatiert er jedoch Folgendes:

Haben sich die Stoiker und Kant doch geirrt und entsteht das, was ich die „alltägliche“, kleine Vernunft nenne, doch eher im Bauch, als Bauchgefühl, weil man eben zu glauben weiß, was vernünftig ist oder was nicht? Es gibt keinen einheitlichen Referenzwert für das, was man Vernunft nennt, dafür sind die Perspektiven zu unterschiedlich. Die größere Anpassungsfähigkeit des einen oder anderen kann aus meiner Sicht nicht der Schlüssel zum Verständnis sein. Frommeyer

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Zuversichtlich, dass die zu Verabschiedenden ganz sicher vernünftig würden und zwar jeder auf seine Weise, nimmt der Schulleiter einen Sonnenstrohhut, setzt ihn auf und wirkt im T-Shirt der Vernunft vielleicht auch deswegen so mutmachend, weil hier mal gegen Konventionen agiert wird. Die Krawatte ist jedoch später wieder da, wenn die Abiturienten ihre Zeugnisse bekommen. Auch in diesem Jahr sind mit Sophie Sand und Alexander Ruge zwei Absolventen mit der Traumnote 1,0 dabei! Seit Jahren gilt es, die Choreographie dieses wichtigsten Ereignissen des Abends zu optimieren und wohl auch 2016 geht es wieder einige Sekunden schneller, bis die knapp 100 glücklichen und ausgesprochen angemessen herausgeputzten Schülerinnen und Schüler das Zeugnis ihrer Maturität in Händen halten können.

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50 Jahre ist dies bei den Abiturienten des Jahrgangs 1966 nun schon her, um wieviel die Reife in diesem Zeitraum zu(-oder gar ab??)nimmt, ist sicher eine ähnlich individueller und perspektivgebundener Sachverhalt wie jener mit der Vernunft. Ihrer Schule scheinen sie jedenfalls immer noch sehr verbunden zu sein. Aus ganz Deutschland ist eine noch nie da gewesene Anzahl an Goldabiturienten angereist, um ihr Goldabitur entgegenzunehmen.

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Auch ihre Anwesenheit verleiht der Veranstaltung besonderen Charme, gleiches gilt für ganz großartig gesetzte musikalische Akzente, der Chor von Frau Schiller ist erstmals dreistimmig zu hören; besonders aber ist sicher Victoria Kramers Auftritt hervorzuheben, der sie selbst und viele der Anwesenden zu Tränen rührt. Eine dann doch mehr vom Gefühl und vom Bauch als von Vernunft und Kopf geprägte Feier, die erstaunlich frei von den üblichen Ratschlägen an die junge Generation verläuft, wird kurz vor sieben mit dem Aufruf, sich zum Jahrgangsfoto zu sammeln, geschlossen:

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Herzlichen Glückwunsch zum Abitur und von Herzen Alles Gute

Euer Heinrich Baxmann

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