Multimedialer Vortrag von Ingo Espenschied über die Rolle der EU

15. April 2019 Multimedialer Vortrag von Ingo Espenschied über die Rolle der EU


Am 27.03.2019 fand ein multimedialer Vortrag durch den prämierten Referenten Ingo Espenschied an unserer Schule statt. 

Anhand der Eingangsfrage, ob denn das Europäische Parlament wirklich die Stimme der Bürger sei, brachte der Politologe Espenschied den Schülerinnen und Schülern des 10. und 11. Jahrgangs die Rolle der Europäische Union (EU) näher. Dabei wurde sehr detailliert erklärt, wie es nach dem zweiten Weltkrieg über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zu Machbefugnissen des Europäischen Parlaments in der EU kommen konnte. Nach dem zweiten Weltkrieg waren alle europäischen Länder wirtschaftlich am Boden und herrschte gegenseitiges Misstrauen. Durch die Schaffung des gemeinsamen Marktes für Kohle und Stahl wurde 1951 der zentrale Meilenstein zu dem heutigen geeinten friedlichen Europa von Belgien, der BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg und der Niederlande gelegt. Da die Rohstoffe Kohle und Stahl für die Rüstungsindustrie elementar sind und somit eine teilweise gegenseitige Abhängigkeit geschaffen wurde, lebt Europa seitdem in Frieden und wurde sogar 2012 mit dem Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frieden und Sicherheit ausgezeichnet. 

Der einstündige Vortrag wurde anhand von kurzen Filmsequenzen lebendig gehalten, bevor die Schülerinnen und Schüler Espenschied Fragen zum Thema Europa stellen durften. Bei dem direkten Austausch wurde besonders kontrovers die Urheberrechtsreform diskutiert, welche einen Tag vor dem Vortrag durch das EU-Parlament – mitsamt des besonders umstrittenen Artikel 11, der vermutlich zu Uploadfiltern führen wird – verabschiedet wurde. Laut Espenschied ist die Verbindung des Urheberrechtsschutzes und des Internets eine neue Problematik, welchem sich durch die Reform zumindest vonseiten der EU gestellt wird. Dennoch erkennt er dabei auch weiterhin Optimierungsbedarf. Kritisch sieht er aber besonders die Macht der Globalplayer (Youtube, Facebook, Instagram, etc.), die aus Eigeninteressen besonders stark Jugendliche mobilisieren können.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler war größtenteils positiv, da sie den Vortrag als sehr informativ, wenn teilweise auch als zu langatmig, wahrgenommen haben.

Der „zweite Teil“ des Europatages findet am 09.05.2019 für den 10. Jahrgang statt, bei dem Michael Reuther, ein ehemaliger Abiturient der Bismarckschule und einem heutigen Vorstandsmitglied der Commerzbank, als Referent eingeplant ist. 

Lena Marie Winkler & Jean-Marc Maillard

Nach oben

Für folgende Seite einloggen:

Vergessen?

Vergessen?
Einloggen