Beobachtung des Merkurtransits

20. Mai 2016 Beobachtung des Merkurtransits

Am 09.Mai 2016 ereignete sich ein seltenes Himmelsschauspiel, das von der Sternwarte der Bismarckschule aus beobachtet wurde: Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, zog vor unserem Zentralgestirn entlang.
Im Teleskopbild, das von Herrn Frank auf einen Laptop übertragen wurde, konnte der Planet neben einer großen Sonnenfleckengruppe als winziger schwarzer Punkt vor der enormen Sonnenscheibe gesehen werden.

MerkurNeu1Merkur hat einen Durchmesser von lediglich 4.879 km, die Sonne dagegen einen von 1.392.000 km!

ErdeMerkur
Das Schauspiel begann um 13:11 Uhr Ortszeit und dauerte bis kurz vor Sonnenuntergang (20:41 Uhr).
Merkur ist mit 57,9 Mio km nur etwa ein Drittel so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Ein Tag dauert auf Merkur mehr als 58 Erdtage und damit fast so lange wie ein Merkurjahr (88 Erdtage). Die Atmosphäre des Merkur ist extrem dünn (10^-15 Bar) und besteht hauptsächlich aus Sauerstoff, Natrium und Wasserstoff.
Der geringe Abstand zur Sonne, die langsame Eigendrehung sowie die dünne Atmosphäre sorgen für extreme Temperaturen auf dem Planeten: Von der Sonne beschienen erhitzt sich die Oberfläche auf bis zu 427°C, auf der Schattenseite kühlt sie sich dagegen auf bis zu -173°C ab. Eine recht hohe durchschnittliche Dichte von 5,43 g/cm^3 deutet auf die Existenz eines großen Eisenkernes unter einer kompakten Gesteinskruste hin. Allerdings kann man bei einer Schwerebeschleunigung von nur 3,70 m/s^2 auf Merkur recht große Sprünge machen.

Matthias Frank, Dirk Brockmann-Behnsen

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