BERMUN – Berlin Model United Nations 2011

27. November 2011

Am Dienstag den 15. November 2011 machte sich ein Teil der Model-United-Nations AG mit Herrn Zwick auf den Weg nach Berlin. Durch die Größe der diesjährigen Gruppe (10 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10bis Jahrgang 12) wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die entweder Abgeordnete von Simbabwe oder Greenpeace waren.

Nach einer kurzen Sightseeing-Tour, in der wir so ziemlich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Berlins einmal kurz zu Gesicht bekamen und auch zwei Museen besichtigten, ging es wieder zurück zum Hostel und eine gespannte Erwartung machte sich breit. Abends wurden mir, als „MUN-Neuling“, noch einige wichtige Tipps gegeben und Regeln genannt, an die sich alle Abgeordneten in den Ausschüssen zu halten haben und mich nicht negativ auffallen lassen würden.

 

Am nächsten Tag begannen die Eröffnungsreden aller vertretenen Länder und NGOs (Non-Governmental Organizations) in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die ersten Reden verfolgte man noch recht gespannt, aber nach einiger Zeit nahm die Konzentration stark ab. Die Aufmerksamkeit wurde nur wieder größer, als Simbabwe bzw. Greenpeace (die unter den 5 letzten Rednern waren), ihre, also unsere, Eröffnungsrede hielten.

Die Reden der eingeladenen „Guestspeaker“ waren sehr interessant. Bei Thomas Pogge, Professor für Philosophie und Internationale Beziehungen, waren wir alle fasziniert, wie gut er sich mit seinem Thema („Poverty as a Global Justice Problem“) auskannte und wie souverän er auch schwierige bzw. kritische Fragen beantwortete. Bei Karin Kortmann war es etwas anders; alle anwesenden Personen werden sich gut an sie erinnern können. Allerdings eher im negativen Sinne.

Die eigentliche Hauptteil der Konferenz begann am Donnerstag: die Debatten. Hierfür suchte man sich zu Anfang in seinem Ausschuss gleich- oder ähnlich gesinnte Länder, die an der gleichen Problemlösung wie man selber (bzw. des vertretenden Landes) interessiert waren.

Ich, als Abgeordnete von Simbabwe, tat mich mit vielen anderen afrikanischen Ländern zusammen und erarbeitete in meinem Ausschuss („Human Rights Committee“) eine Resolution. Dieses so genannte „lobbying“ war einer der spannendsten Teile der Konferenz, da man selber viel zu den Resolutionen beitragen konnte. Generell war ich am Anfang recht zurückhaltend, vor allem englischen Muttersprachlern gegenüber, da ich recht unsicher war was mein Englisch anbelangt.

 

Am Freitag wurde damit begonnen, die erarbeiteten Resolutionen erst vorzustellen und danach zu debattieren und zu verbessern. Highlights dieser recht anstrengenden Sitzungen waren lustige Bestrafungen, die sich die „Chairs“ ausgedacht haben, um Personen, die zu spät kamen, jemandem Notizen auf Deutsch schrieben oder Langeweile bekundeten sowie Personen, die während der Debatten ein Nickerchen gehalten hatten zu bestrafen.

Da wir am Freitag den kompletten Nachmittag frei hatten, sahen wir uns Berlin an. Die Abende verbrachten wir meist im Hostel zusammen mit anderen Teilnehmern oder im direkt gegenüberliegenden „Irish Pub“ ebenfalls mit anderen Teilnehmern der Konferenz.

Auch am Samstag wurden noch die letzten Resolutionen debattiert.

Samstagnachmittag fand die „Closing Ceremony“ statt, die sehr schön gestaltet war. Leider mussten wir sie kurz vor Schluss verlassen, da unser Zug noch am selben Abend ging. Das war besonders schade, da man sich von einigen neuen Bekannten so nicht mehr wirklich verabschieden konnte. Der „BERMUN Dance“ am Samstagabend fand ebenso ohne uns statt.

Insgesamt kann ich sagen, dass BERMUN 2011 eine einmalige Erfahrung war, in der ich politische Themen mit gleichaltrigen aus aller Welt mit verschiedenen Einstellungen diskutieren konnte und außerdem neue internationale Freundschaften geschlossen habe.

Ich würde es jedem empfehlen, zumindest einmal mit MUN nach Berlin zu fahren und ich bereue es, erst in meinem letzten Schuljahr auf den Geschmack gekommen zu sein. Auch die Angst, nicht gut genug Englisch zu sprechen ist unbegründet, man kann sich entscheiden, zu welchen Themen man etwas sagen möchte und die englische Sprache ist nur das Medium zur internationalen Kommunikation.

Lissa Gerking Jahrgang 12

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