THIMUN 2016: Fahrt nach Den Haag

24. Februar 2016 THIMUN 2016: Fahrt nach Den Haag

Die alljährliche Fahrt nach Den Haag, diesmal mit allen zehn Delegierten aus der Model United Nations-AG der Bismarckschule, begann wie in jedem Jahr mit einer langen Busfahrt zusammen mit anderen Schülern aus ganz Hannover. Unser Ziel war die „The Hague International Model United Nations“ Konferenz, kurz THIMUN, welche weltweit die größte MUN-Konferenz für Schüler ist und dieses zum 48. Mal stattfand und unter dem Thema „Sustainable Urbanisation“ tagte. Die Konferenz befasste sich mit Problematiken rund um den nachhaltigen Verstädterungsprozess und die Schüler wurden in einzelnen Komitees dazu bewegt Lösungen für dieses und andere globale Probleme zu finden. Das alles, wie es sich für internationale Konferenzen gehört, natürlich auf Englisch. Auch für die erfahrenen MUN-Delegierten ist die THIMUN Konferenz immer wieder eine spannende Erfahrung, da man unterschiedliche Menschen aus aller Welt kennenlernt und mit ihnen zusammen in Den Haag für eine Woche, die wohl wichtigste politische Organisation, die United Nations, nachstellt.
Dieses Jahr repräsentierten wir, das sind Anna Hedderich, Paula Hawellek, Justin Wismer, Ben Lasse Wolf, Paul Rütten, Janna Tamme, Lukas Steinmüller, Thibaud Petermann, Valentin von der Haar und Armin Djamali, den Inselstaat Barbados. Unterstützung bekamen wir dabei von Frau Garami, welche die Leitung der Model United Nations-AG seit letztem Jahr übernommen hat. Barbados ist nicht nur die Heimat der berühmten Sängerin Rihanna, sondern wie viele andere Inseln gefährdet in naher Zukunft im Ozean zu verschwinden, somit war es unglaublich interessant alle Seiten des Inselstaates kennenzulernen.
Nach der langen Busfahrt kamen wir dann endlich in Den Haag an, wo ein kleines, aber sehr feines Hotel auf uns wartete. Die Stadt im Südwesten der Niederlande hat mehr als nur einen wundervollen Blick aufs Meer, schöner Fahrräder und Häuser zu bieten. Sie ist auch der Sitz des Internationalen Gerichtshofs der UN. Somit ist die Stadt also der perfekte Ort für rund 3500 Schüler aus allen Teilen der Welt, um zusammen an internationalen Problemen zu arbeiten. Obwohl es für die meisten Schüler schon die zweite, dritte oder sogar vierte MUN-Konferenz war, waren alle sehr gespannt darauf, was die nächsten Tage mit sich bringen würde.
Der erste Tag der Konferenz stand also an, so machten wir uns in vornehmster Kleidung auf den Weg zum Tagungsort der diesjährigen MUN Konferenz und jeder ging direkt mit großen Erwartungen in sein Komitee. Dort startete dann das sogenannte Lobbying, in dem das Ziel darin besteht gemeinsam mit anderen Delegierten unterschiedlicher Staaten eine gemeinsame Resolution zu erarbeiten. Wir hatten uns in den Wochen vorher intensiv auf unsere Themen vorbereitet, was sich gerade in dieser Phase der Konferenzen auszahlte, da wir uns gut einbringen konnten. Das Lobbying ist von großer Wichtigkeit, weil man andere Nationen finden kann, die womöglich gemeinsame Interessen verfolgen. Aufgeregt und sehr glücklich berichtete dann am Abend jeder von den Verhandlungserfolgen, Ereignissen und Bekanntschaften des Tages. Ob aus den Niederlanden, den USA, Argentinien, aus Teilen Asiens oder sogar aus Panama – MUN bringt Schüler aus der ganzen Welt zusammen. Wie an jedem Abend suchten wir uns ein nettes Plätzchen um meistens zusammen etwas zu essen und schlenderten durch die wunderschönen Gassen Den Haags.

Barbados4
Am zweiten Tag standen die Eröffnungsreden der einzelnen Staaten an. Unser Ambassador (Botschafter) war in diesem Jahr Justin, welcher unsere wichtigsten Ideale und Interessen in geschickter und latent humorvoller Art und Weise an die vielen Delegierten, so wie Lehrer, Gäste und Vorsitzenden brachte. Zurück in den Komitees begann nun endlich das debattieren, bei dem in jeweils ca. 90 Minuten, die verschiedenen Resolutionen behandelt und durch Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge an die internationalen Ziele aller Staaten angepasst werden. Die Chairs (Vorsitzenden) des Komitees sorgten für einen geregelten Ablauf und die Einhaltung aller Regeln einer MUN-Debatte. Die ganze Woche über wurde nun fleißig debattiert. Am spannendsten war es natürlich die Resolution im Komitee durchzugehen, an welcher man selber mitgearbeitet hat. Umso größer war dann die Enttäuschung, wenn die eigene, hart erarbeitete Resolution in der Endabstimmung nicht genügend Stimmen bekam und nicht verabschiedet wurde.
Für viele von uns war es die erste THIMUN Konferenz, so waren wir recht Stolz darauf, dass wir regelmäßig den Mut aufbringen konnten uns zu beteiligen und unsere Ideen zu präsentieren und zu verteidigen. Es ist nämlich durchaus eine Herausforderung, sich vor ca. 200 Schüler zu stellen (so viele waren jeweils in den einzelnen Komitees vertreten) und auf Englisch die Wünsche und Anregungen seines Staates zu repräsentieren. Im Laufe der Woche fiel einem jenes aber immer leichter und man hatte sehr viel mehr Spaß, wenn man aktiv an den Diskussionen teilnahm.
Am Mittwoch hatten einen freien Nachmittag, welchen wir dazu nutzen das sogenannte „Humanity House“ zu besuchen, ein Museum welches einem zeigen will, wie es ist eine Flucht zu durchleben. Außerdem schlenderten wir in den wundervollen Gassen Den Haags umher, setzten uns in Cafés oder machten die Einkaufsstraße unsicher.
Der letzte Tag der Konferenz stand nun an und noch einmal ging jeder in sein Komitee. Dort wurde bis zum Schluss noch fleißig weiter debattiert, bis die closing ceremony nahte, bei der die Vorsitzenden Schüler und die Veranstalter in kurzen Reden die Woche Revue passieren ließen. Eine anstrengende, aber auch unglaublich bereichernde Woche nahm ihr Ende und jeder von uns war glücklich über die Ergebnisse aus den einzelnen Komitees, vor allem aber über die vielen neuen Bekanntschaften aus aller Welt, die man gewonnen hat. Selbstverständlich geht wieder ein großer Dank an unsere leitende Lehrerin Frau Garami, denn dank ihrer hervorragenden Planung und ihrer Unterstützung in der Vorbereitung konnten die diesjährigen Delegierten die lange Tradition der Bismarckschule, an der THIMUN Konferenz in Den Haag teilzunehmen, fortführen.

Valentin von der Haar und Armin Djamali (11. Jahrgang)

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