26.4.2018 Zukunftstag für die Schüler – UNESCO Schilf für das Kollegium

30. April 2018 26.4.2018 Zukunftstag für die Schüler – UNESCO Schilf für das Kollegium

Während am Zukunftstag alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-10 in das Berufsleben hineinschnupperten, setzten wir Kollegen uns von 8.00 bis 13.30 Uhr mit der Tatsache auseinander, dass wir eine der ältesten – nämlich die siebtälteste – UNESCO Projektschule in Deutschland sind.

Nach einem sehr anregenden Impulsreferat des Reformpädagogen Otto Herz (FOTO; unter anderem Gründer der Bielefelder Laborschule und Mitglied des Beirats der deutschen UNESCO Kommission) über die Gründe für die Entstehung der UNESCO-Projektschulen nach 1945, erhielten wir eine visuell ansprechende und vor allem informative Präsentation über die 6 Säulen der UNESCO (Demokratie-/Menschenrechtsbildung, interkulturelles Lernen, Nachhaltigkeit, Global Citizenship Education, Digitalisierung, Welterbeerziehung und Erinnerungskultur) von Peter Klein, einem ehemaligen UNESCO-Schulkoordinator der Marion-Blumenthal Oberschule aus Hoya.

Danach ging es in Kleingruppen in die fachspezifische Arbeit. Mit unterstützendem Arbeitsmaterial, zusammengestellt und zum Teil auch erstellt von Georg Beckmann, ehemaliger UNESCO-Schulkoordinator des Domgymnasiums Verden, machten sich die einzelnen Fachgruppen an die Arbeit und untersuchten die aktuellen Curricula nach UNESCO-spezifischen Inhalten. Dabei stellte sich heraus, dass wir ständig UNESCO Arbeit im herkömmlichen Fachunterricht leisten und UNESCO nicht immer nur eine unserer diversen Sonderaktionen ist. Die Kollegen nutzten die Zeit auf vielfältige Weise. So entstanden unter anderem neue Ideen für Unterrichtskonzepte, Möglichkeiten für eine bessere Vernetzung von bereits bestehenden Unterrichtseinheiten mit anderen Fächern, Synergien für ausgereifte UNESCO-spezifische Unterrichtsvorhaben in einzelnen Fächern, Ansätze für Projekte, die einen gesamten Jahrgang betreffen und vieles mehr. Nach der Kleingruppenphase präsentierten die Fachgruppen ihre Ergebnisse in Form eines Museumsrundganges. Alle Kollegen hatten nun die Gelegenheit, sich die Arbeitsergebnisse der anderen Fachgruppen in der Aula anzusehen. Es folgte ein reger Austausch untereinander und eine gewisse Aufbruchstimmung und Inspiration lag in der Luft. Diese wurden durch die abschließenden Worte von Otto Herz noch weiter vorangetrieben.

Hoffen wir, dass wir uns nicht allzu schnell wieder von den Zwängen des Schulsystems einengen und bremsen lassen, sondern an Otto Herz Leitbild und dem Leitbild der UNESCO festhalten. Schule ist die Institution mit der geballtesten Expertise und der größten Einflussnahme auf junge Menschen, die man in seinem Leben so nicht wieder erfährt. Wenn wir wollen, dass unsere Schüler zu zukunftsfähigen und verantwortungsbewussten Erwachsenen werden, müssen wir ihnen Möglichkeiten geben, dieses zu erlernen. Das gelingt nicht, wenn wir nur steif an unseren Lehrplänen hängen. Wir müssen unseren Schülern Erfahrungen und Erinnerungen bieten, die ihnen sinnvoll erscheinen, ihr Handeln beeinflussen und im Gedächtnis bleiben. Denn wenn Krieg in den Köpfen von Menschen entstehen kann, dann kann Frieden auch in den Köpfen von Menschen entstehen (Leitbild der UNESCO).

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Referenten: Otto Herz, Georg Beckmann und Peter Klein.

Nina Kossack

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