Herzlichen Glückwunsch zum Abitur

17. Juni 2017 Herzlichen Glückwunsch zum Abitur

Im Zentrum der diesjährigen Entlassungsfeier für die Abiturienten des Jahrganges 2017 stand das Wort. Namhafte Größen wie Kant, Nietzsche, Seel, Fontane, Bismarck, von Hentig, google, Precht, nochmal Bismarck und viele mehr, vor allem aber eigene Gedanken und Haltungen wurden bemüht, um den Absolventen letzte Hilfestellungen für ihre nun beginnende neue Lebenssituation mitzugeben. Den Auftakt hierbei machte unser Schulleiter Herr Frommeyer, der das Leitbild der Bismarckschule als Ausgangspunkt für seine Ausführungen wählte: Ob „Die Sachen klären, den Menschen stärken, die Gemeinschaft pflegen.“ tatsächlich über die Schulzeit hinaus wirke? Der Redner zeigt sich dahingehend sehr zuversichtlich, insbesondere zur Idee von der Pflege der Gemeinschaft. Neben der Bedeutung des Teamplays betonte Frommeyer zudem die Relevanz eines bewussten Umgangs mit Zeit. Welche Geschwindigkeiten bestimmen das Leben des Einzelnen, gibt es Innehalten und Kontemplation?

Den Zeitgedanken nahmen die Abiturienten Ben-Lasse Wolf und Valentin von der Haar auch in ihrer Rede auf. Zeitdruck – ein Garant für erfolgreiches Arbeiten – eine wesentliche Erkenntnis aus vielen Jahren Schule! Freiheit und Verantwortung? Klar, dazu sagt man was – laut google. In einer launigen, sehr gut dargebrachten Ansprache bewiesen die beiden einen reflektierten Blick zurück auf ihre Schullaufbahn, aber auch nach vorn – Verantwortung und so… Kein Zweifel, diese werden sie ernst nehmen. Und in Versform gab es von Mascha Ellies und Armin Djamali einen ausgesprochen unterhaltsamen Auftakt vorab.

Neben „dem Wort“ stand selbstverständlich noch etwas anderes im Mittelpunkt – „das Zeugnis“ natürlich. Genau 100 Stück durfte Herr Frommeyer übergeben, zwei davon wiesen die Note von 1,1 aus – bei Kaja Menge und bei Katharina Glezer. Zwischendurch dann ein großer emotionaler Moment, als Herr Frommeyer als letzten Tutor Herrn Büthe auf die Bühne bat, das „Urgestein der Bismarckschule“, so die Worte des Schulleiters. Die Schüler feierten diesen Augenblick mit stehenden Ovationen und viel Dankbarkeit, schließlich endet in wenigen Tagen Till Büthes Bismarckkarriere, die Anfang der sechziger Jahre als Schüler begonnen hatte. Von den anwesenden Goldabiturienten wurde er damals tatsächlich auch schon als „Frischling“ wahrgenommen.

Diese waren zahlreich vertreten und vermochten es, einen würdigen Schlusspunkt zu setzen. Prof. Hauptmeyer hielt als Vertreter der „goldenen Abiturienten“ die dritte große Rede des Abends. „Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben.“ Diese auf unseren Schulnamensgeber zurückgehende Empfehlung wurde darin sehr unterhaltsam abgewogen und am Ende nicht für ungut befunden. Anekdotenreiche Einwürfe über „Schule von früher“ waren sehr erhellend – ebenso wie das Design von Bismarckschüler-Pullovern aus den 60ern. 

 

Darüber hinaus wurde vom Abijahrgang 1967 eine Ausstellung in der Aula ausgerichtet, die am Montag und Dienstag über den Schulalltag der Bismarckschule in den sechziger Jahren informieren wird. Mehr als 20 Lerngruppen sind bereits angemeldet. 

Musikalisch gerahmt wurden „Worte“ und „Zeugnisse“ vor allem durch Slint Bubanz, die mit ihrer beeindruckenden Stimme großartige jazzige Akzente setzte und von Konstantin Mey hervorragend am Flügel begleitet wurde. Konzert auf Zuruf gab es schließlich auch: Die alte Bläserklassenformation war wieder da. „My heart will go on“ – wie passend! Wohin auch immer eure Herzen gehen – Alles gute auf euren Wegen!

Heinrich Baxmann

Bilder von der Abientlassung:

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