„Hoi Nederland !“ – Klassenfahrt der 10c

8. September 2018 „Hoi Nederland !“ – Klassenfahrt der 10c

„Hoi Nederland !“ – Das sagten wir, als wir nach einer ca. 6 stündigen Busfahrt, das Segelschiff betraten. Montag früh um 5.30 Uhr ging es für den 10. Jahrgang aufs Ijsselmeer, den größten See der Niederlande. Trotz der Müdigkeit am frühen Morgen waren wir alle sehr gespannt auf den 3-Master und konnten es kaum erwarten unsere Kajüten zu beziehen. Nachdem wir das getan hatten und unsere Lebensmittel auf dem Boot verstaut waren, bekamen wir von der Crew, welche aus einem Kapitän (Skipper Arnold) und Matrosin Tanja bestand, auch schon die ersten Anweisungen. Schnell lernten wir einige Knoten und wie man die Segel hisst. Da wir alle super zusammen gearbeitet haben und der Wind ideal war, konnten wir den Hafen in Lemmer schnell verlassen.
Wir haben uns alle ein wenig Sorgen gemacht, ob wir wohl seekrank werden würden. Doch das war zum Glück nicht der Fall. Die See war meist ziemlich ruhig. Wer sehr empfindlich ist, sollte sich allerdings lieber oben an Deck aufhalten. Unten in den Kajüten, in der Küche und im Gemeinschaftsraum kann es schon mal ein wenig schwanken.


Nachdem wir ausgelaufen waren, hatten wir ein wenig Zeit um uns einzuleben. Die meisten spielten Spiele, wie Schach oder Karten, die auf unserem Schiff „Novel“ mehrfach angeboten werden, die Spielfelder waren sogar auf die Tische gezeichnet. Wer darauf keine Lust hatte, konnte mit Frau Drescher oben an Deck Seemannslieder singen. Allerdings musste die Koch-Gruppe darauf verzichten, denn ca. 6 Leute mussten bereits das Mittagessen vorbereiten. Die Koch-Gruppen sowie die Aufräum- und Abwaschgruppen hatten wir vor der Klassenfahrt im Englischunterricht mit unserer Klassenlehrerin Frau Deniz eingeteilt, so dass jedem seine Aufgabe klar war. Das war auch gut so, so konnte sich keiner drücken und alle mussten zusammenarbeiten.
Gegen späten Nachtmittag kamen wir dann in Urk, einer kleinen Gemeinde, an. Dort hatten wir dann Zeit uns den Ort anzuschauen und im nächstgelegenen Supermarkt frische Lebensmittel für das Abendessen zu kaufen. Allerdings mussten wir uns bei Frau Deniz und oder Frau Drescher abmelden und unsere Abwesenheit in Listen eintragen. Bis 21.30Uhr mussten wir wieder an Bord sein. Wir konnten uns allerdings noch bis ca. 23Uhr leise im Gemeinschaftsraum aufhalten.

Am nächsten Morgen hieß es, Punkt 8 Uhr Frühstück! Die Gruppe, die dafür zuständig war, musste schon früher aufstehen, um Brötchen zu holen und den Tisch zu decken. Direkt nach dem Frühstück wurden wir wieder aufs Deck gerufen, denn es ging nach Hoorn, eine schöne Stadt, die durch ihre Grachten ein wenig an Amsterdam erinnert, nur viel kleiner.
Der Tagesablauf war eigentlich immer derselbe, doch trotzdem wurde es nur selten langweilig. Toll war, als ein paar von uns, sich mit dem Schlafsack an Deck legten und einfach nur die Stille genossen. Doch passt auf! Fast wären unsere Schlafsäcke und Decken ins Wasser geflogen, denn der Wind war an dem Tag ziemlich stark.
Insgesamt besuchten wir 5 Häfen: Lemmer, Urk, Hoorn, Monnickendamm und Enkhuizen. Definitiv ein Highlight war, als wir mit dem Bus von Monnickendamm nach Amsterdam fahren konnten. Es war toll, zwischen all den kleinen Städten auch eine Metropole kennenzulernen, welche für ihre Grachten, Museen und Massen an Fahrrädern bekannt ist.
Am Freitag segelten wir dann nach Lemmer zurück, wo unser Bus schon wartete. Die Stimmung im Bus ist immer ziemlich gut. Wir kamen dann gegen 20Uhr in Hannover vor der Bismarckschule an.

Zusammenfassend fanden wir die Klassenfahrt sehr gelungen, obwohl viele von uns sehr skeptisch waren, insbesondere was die Größe der Kajüten und die Waschmöglichkeiten anging. Die Kajüten, welche in 4er- und 2er-Kajüten unterteilt sind, bieten Platz für 1 bzw. 2 Etagenbetten und ein Waschbecken. Zu viert in so einer kleinen Kajüte war nicht wirklich ideal, da die großen Reisetaschen auch noch Platz beanspruchten, doch man muss bedenken, dass man dort nur schläft. Sonst hält man sich entweder an Deck oder im Gemeinschaftsraum auf. Auch die Toiletten und Duschen waren direkt neben an, und es handelte sich hierbei gottseidank nicht wie erwartet um Gemeinschaftsduschen.


Wir denken, dass die Klassenfahrt unseren Klassenzusammenhalt sehr gestärkt hat, da man mit 30 Schülern und Schülerinnen auf relativ engem Raum miteinander umgehen musste. So konnten sich keine einzelnen Gruppen abschotten, und man hat mit jedem etwas gemacht. Auch die Segel zu hissen ist komplette Teamarbeit. Man muss sich auf jeden verlassen können.
Wir können nur jedem diese Klassenfahrt mit dem Segelschiff ans Herz legen, da man den Kontakt mit seinen Klassenkameraden stärken konnte. Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß!

Lara Sänger, 10c

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