Jugend debattiert: Lebhafte Diskussionen bei Schulentscheid

29. Januar 2018 Jugend debattiert: Lebhafte Diskussionen bei Schulentscheid

Soll Cannabis legalisiert werden? Sollte es im Sportunterricht eine Benotung geben? Antworten auf diese Fragen fand man am 17. Januar in der Aula der Bismarckschule, als acht Schüler zwei Debatten zu diesen Themen führten. „Es gehört viel dazu, sich als Finalist der ganzen Schule zu stellen und eine Debatte zu führen“, findet Herr Lobitz, der die Debatten zusammen mit Frau Twenhövel und Frau Tanten organisiert hat. Der lebhafte Austausch von Argumenten war Teil des Projektes „Jugend debattiert“, an dem die Bismarckschule erstmals teilnahm. Das Projekt möchte bewirken, dass Schüler in ganz Deutschland die Fähigkeit erlernen, faire Diskussionen zu führen.

Als vor den Herbstferien die Plakate zu „Jugend debattiert“ aushingen, kannte kaum einer der Bismarckschüler das Projekt. Um das zu ändern, haben Herr Lobitz, Frau Twenhövel und Frau Tanten an einer Fortbildung zu diesem Thema teilgenommen. Dabei haben sie Methoden erlernt, um die Schüler bestmöglich auf das Debattieren vorzubereiten. Es konnten letztendlich 28 Interessierte für die AG begeistert werden. „Wir drei finden das Konzept einfach unglaublich gut. Trotzdem hätten wir nie gedacht, dass direkt im ersten Durchgang so viele Schüler Interesse zeigen würden“, berichtet Herr Lobitz. „Das sind überaus motivierte und engagierte Schüler, die am Freitag noch bis 17 Uhr Lust haben, in ihrer Freizeit in der Schule zu bleiben“, ergänzt Frau Twenhövel.

Gleich in der ersten der sechs Blockveranstaltungen wurden die angehenden Debattanten ins kalte Wasser geschmissen: Bei einer spontane Debatte über Massentierhaltung konnten die Schüler erste Gehversuche starten. Danach analysierten die Beteiligten selbst, was schon gut gelaufen war und wo es noch Luft nach oben gab. An diesen Stellschrauben wurde in den darauffolgenden dreistündigen Terminen angesetzt: Nach und nach lernten die Teilnehmer die verschiedenen Elemente einer Debatte kennen. Dazu gehören Eröffnungs- und Schlussrede sowie dazwischen eine zwölfminütige freie Aussprache. Für jede Debatte sind vier Teilnehmer nötig. Zwei vertreten dabei die „Pro“-Seite, die beiden anderen die „Contra“-Seite. Das Spannende hierbei ist, dass die Debattanten sich zwar auf das Thema vorbereiten können, die zu vertretende Position aber erst eine halbe Stunde vorher erfahren. Daraus ergibt sich die Schwierigkeit, im Zweifel auch gegen seine persönliche Meinung argumentieren zu müssen. Denn letztendlich geht es darum, überzeugend Aspekte vorzutragen und dabei auf andere Redebeiträge einzugehen.

Beim Schulentscheid konnten sich Tom Giese in der Altersklasse I (Jg. 9/10) sowie Valentin Dreher und Sophie Sendrowski in der Altersklasse II (Jg. 11) durchsetzen. Sie vertreten die Bismarckschule am 5. Februar beim Regionalentscheid gegen andere hannoversche Gymnasien. Doch auch die Teilnehmer, die es nicht in die nächste Runde geschafft haben, konnten wertvolles Feedback aus dem Wettbewerb mitnehmen: Von den Juroren bekamen sie eine umfangreiche Einschätzung zu ihren Kommunikations- und Debattenfähigkeiten.

Und wer nun neugierig auf mehr geworden ist, kann sich auf das nächste Schuljahr freuen. Ab Herbst wird das Projekt inklusive Wettbewerb erneut für die Jahrgänge 8-11 angeboten werden.

Nils Bellersen, Sophie Sendrowski, Lea Lammers, Constantin Koch, Valentin Dreher

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