Schulexkursion nach Finnland mit dem ,,Baltic Sea Project“

19. Mai 2017 Schulexkursion nach Finnland mit dem ,,Baltic Sea Project“

vom 03.05. bis 07.05.2017

Durch unsere Partnerschaft mit dem ,,Baltic Sea Project“ wurden wir – sechs Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen der Bismarckschule – von unserer Partnerschule Porin Lyseon Lukio in Pori zu einem internationalen Umweltcamp eingeladen. Eine weitere Schule aus Polen nahm ebenfalls teil.
Das ,,Baltic Sea Project“ ist ein Schulprojekt, welches sich für Umweltschutz und speziell für den Schutz der Ostsee einsetzt. Dieses Jahr stand die Energiegewinnung Finnlands im Vordergrund, über die wir im Laufe der Woche sehr viel lernten und diskutierten.


Nach der langen Anreise wurden wir am ersten Tag von herzlichen Gastgebern und strahlendem Sonnenschein in Finnland begrüßt. Nach einem ersten Kennenlernspiel erkundeten wir das idyllische Gelände, welches direkt an einem wunderschönen See mitten im Wald und nur etwa 100 Meter von der Ostsee entfernt lag.
Am Donnerstag schauten wir uns ein Verbrennungs- und ein Windkraftwerk an und bekamen einen Einblick in das Offshore-Zukunftsprojekt Poris. Danach ging ins Schwimmbad. Nach einer Einführung in die Funktionsweise der riesigen Filteranlagen des mit Solarenergie betriebenen Bads konnten wir dann guten Gewissens schwimmen, rutschen, von Türmen springen und im Whirlpool entspannen. Einige von uns hatten auch noch die Möglichkeit an einer Deutschstunde teilzunehmen. Thematisch ging es hier um die kulturellen Besonderheiten in Deutschland. Zum Abschluss des Tages erkundeten wir noch auf eigene Faust die Stadt Pori und spielten Fußball.
Am Freitag besuchten wir das Atomkraftwerk Olkiluoto und stellten erstaunt und etwas erschüttert fest, dass Finnland – im Gegensatz zu Deutschland – weiterhin auf Atomkraft setzt, sogar noch ein neues Kraftwerk baut und etwa ein Viertel seiner Energie mit Atomkraft erzeugt. Nach der anschließenden Erkundung eines Naturpfades stand an diesem Tag noch der Besuch des Bauernhofs einer Schülerin der Partnerschule an. Hier durften wir frisch gemolkene Milch probieren. Unser Fazit: frisch gemolken schmeckt Milch 100 x besser. Abends im Camp zeigten wir uns gegenseitig typisch deutsche, polnische und finnische Eigenheiten. Von Musik über Essen bis hin zu Fernsehshows tauschten wir uns aus und konnten – dank englischer Untertitel – über Satire des jeweilig anderen Landes lachen.

Am Samstag stellten sich die einzelnen Schulen genauer vor und die Partnerschule präsentierte ihre Ergebnisse zu verschiedenen Umweltstudien zur Wasser- und Luftqualität. Danach lernten wir selbst Methoden zur Überprüfung der Wasserqualität kennen und entnahmen Wasserproben vom See und von der Ostsee und bestimmten die gefundenen Wasserorganismen. Beim Strandspaziergang mit einem Geologen und Ornithologen erfuhren wir noch mehr über die Natur – und Vogelwelt Poris.
Nach diesen schönen, aber auch anstrengenden vier Tagen traten wir die Rückreise an und nutzten noch den letzten Tag für Sightseeing in Helsinki. Als wir dann am Sonntag um 22 Uhr alle glücklich und müde zuhause eintrafen, verspürten wir Fernweh nach unseren neuen Freunden, der schönen Zeit und der Natur Finnlands.
Das ,,International Baltic Sea Camp“ war für uns alle eine tolle und erlebnisreiche Erfahrung, da wir einen Einblick in die Natur, die Leute, die Kultur, das Schulleben und das schöne Finnland gewinnen konnten. Insbesondere die Möglichkeit eines kulturellen Austausches haben wir alle als sehr bereichernd erlebt.

Melvin Rinkleff

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