Schüler mit Legasthenie

 

Unterscheidung Lese-Rechtschreib-Störung/ Lese-Rechtschreib-Schwäche

In den diagnostischen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) werden die Begriffe Lese-Rechtschreib-Störung und Lese- Rechtschreib-Schwäche voneinander unterschieden:
Für die Diagnose einer Lese-Rechtschreib-Störung folgende Richtwerte ausschlaggebend:

  • Das Intelligenzniveau liegt nicht im Bereich der geistigen Behinderung (IQ > 70).
  • Im Lese-Rechtschreibtest sollten etwas weniger als 90 % der Vergleichskinder besser sein.

Die Lese- oder Rechtschreibleistung sollte deutlich schlechter sein, als dies nach der allgemeinen Intelligenzentwicklung zu erwarten ist.
Lässt sich eine Lese-Rechtschreibschwierigkeit durch mangelhafte Beschulung, durch eine psychische oder neurologische Erkrankung oder durch eine Sinnesbehinderung (z.B. Schwerhörigkeit oder Sehbehinderung) erklären, liegt eine vorübergehende Lese-Rechtschreib-Schwäche vor. Werden dagegen die aufgeführten Ursachen ausgeschlossen und liegt eine hinreichende allgemeine Intelligenzentwicklung vor, so ist die Diagnose einer Lese-Rechtschreib-Störung zu stellen.
(entnommen aus Jäkel, Karin u.a.: Frühgeborene und Schule – Ermutigt oder ausgebremst? Erfahrungen, Hilfen, Tipps; aus: Landesverband Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz (Hg.).

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben (umfasst sowohl die Lese-Rechtschreib-Störung als auch die Lese-Rechtschreib-Schwäche) oder Rechnen ist durch den „Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen“ vom 04.10.2005 (trotz Ablaufdatum 31.12.2012 noch immer gültig) geregelt.
Die schulische LRS-Förderung muss von der schulexternen Lerntherapie im Zuge einer diagnostizierten Lese-Rechtschreib-Störung abgegrenzt werden, die als Einzeltherapie und Eingliederungshilfe in den sozialen Kontext konzipiert ist.

individuelle Beratung an der Bismarckschule

Für Fragen rund um das Thema Lese-Rechtschreib-Störung / Legasthenie vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin. Gemeinsam suchen wir nach individuellen Möglichkeiten, Betroffene bestmöglich zu unterstützen.

Christine Eichenberg

(christine.eichenberg@bismarckschule.eu)

Nach oben

Für folgende Seite einloggen:

Vergessen?

Vergessen?
Einloggen