Schüleraustausch nach Tampa, Florida

11. März 2020 Schüleraustausch nach Tampa, Florida

Vom 6.-21. Februar 2020 machten sich zum zweiten Mal 20 Schüler*innen des 8. Jahrgangs zusammen mit Frau Kossack und Frau Drescher auf den Weg zu unserer Partnerschule die Corbett Prep. School in Tampa, Florida. Aufgeregt trafen wir uns morgens auf dem Flughafen Hannover und machten uns auf den Weg. Der erste kurze Flug nach Amsterdam verlief ohne Zwischenfälle und im Flieger nach Atlanta richteten wir es uns gemütlich ein und guckten die neuesten Kinofilme. Doch leider trafen wir dann auf den Sturm, der in Deutschland ein paar Tage später als Sabine bekannt wurde und sogar zum Schulausfall führte. Dieser rüttelte unser Flugzeug so sehr durch, dass sich mehrere übergeben mussten und als das Flugzeug mehrmals mehrere Meter absackte, hatten einige Todesangst. In Atlanta saßen wir 6 Stunden auf dem Flughafen fest, weil bei diesen Witterungsbedingungen natürlich keine Maschine starten durfte. Bis wir dann endlich in Tampa ankamen, war es 2.30 Uhr morgens und wir waren bereits seit 24 Stunden unterwegs.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns morgens in der Schule und fuhren mit einem für Amerika typisch gelben Schulbus zur Florida State Fair, eine riesige Messe, die sowohl Dinge verkaufte, als auch Tiere ausstellte, über das Leben der ersten Siedler in Amerika informierte und einen riesigen Rummel beherbergte. Gegen Mittag fuhren wir zurück zur Schule und bekamen eine Schulführung. Dann ging es ins Wochenende mit unseren Gastfamilien. 

Von Montag bis Mittwoch folgten weitere Ausflüge als Gruppe um die Kultur und die besondere Flora und Fauna Floridas besser kennenzulernen. Zuerst fuhren wir nach Tarpon Springs, wo wir die einmalige Gelegenheit hatten, mit Seekühen (Manatees) zu schwimmen. Diese riesigen Tiere kommen in den „kälteren“ Wintermonaten in die wärmeren Flussmündungen und überwintern dort mit ihrem Nachwuchs. Wir fuhren nach einer theoretischen Einweisung also mit einem Boot hinaus und hatten Glück. Eine große Gruppe Seekühe schien nur auf uns gewartet zu haben und einige Tiere schwammen sogar direkt an uns vorbei und ließen sich streicheln. Es war beeindruckend diese sanften Riesen in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Dienstag fuhren wir zu einer Alligator Attraction. In der Aufnahmestation erfuhren wir viel über Alligatoren und andere Lebewesen, die ihren Weg nach Florida gefunden haben. Höhepunkt war sicherlich das Füttern der Alligatoren bzw. das Halten und Küssen. Mittwoch stand ein Strandtag auf dem Programm.

Am Donnerstag waren wir in der Schule und haben vormittags eine Gewässeranalyse auf dem See, der direkt an die Schule angrenzt, unternommen und waren mit Kanus unterwegs. Nach der Mittagspause schnupperten wir in die ersten Stunden des amerikanischen Schulalltag an unserer Partnerschule hinein. 

Freitag haben wir mit den 7. Klassen verbracht und uns gegenseitig von Deutschland und Amerika erzählt und in gemischten Teams unser Wissen in verschiedenen Quiz – Spielen getestet. 

Samstag hatte die Familie Henning zu einer Party eingeladen. Die Familie hat ein riesiges Haus an einem privaten See. Jeder brachte etwas fürs Buffet mit, es wurde gegrillt, das Trampolin im Garten erobert und natürlich der See. Die Schüler*innen schwammen, paddelten und sprangen in den See und wärmten sich später am Feuer oder im wärmeren Whirlpool, der neben dem swimming pool war. Es war ein gelungener Nachmittag. 

Sonntag und Montag verbrachten wir wieder in den Gastfamilien. Allen wurden unvergessliche Momente bereitet, sei es beim Shoppen, bei einem Live Sport Event wie Eishockey, Basketball oder sogar dem Daytona 500 NascarRennen in Orlando. Es wurden der berühmte Freizeit Park Bush Gardens besucht, weitere Strände oder Seen erkundet, Nationalparks besucht. 

Dienstag und Mittwoch waren wir in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben den Unterricht in den Klassen 6-8 besucht. Die amerikanischen Schüler*innen befanden sich in der Woche vor den 2nd Trimester Exams und wurden für uns ziemlich langweilig mit vielen Arbeitsblättern frontal auf die Tests vorbereitet. Die Unterschiede im Schulsystem waren schnell zu sehen. Einige nutzten die Chance auch mal in den Kindergarten oder die Grundschule hineinzuschauen. 

Donnerstag waren wir nur bis 10 Uhr in der Schule und wurden dann von der gesamten Middle School „hinausgeclappt“ zum Bus, der uns zum Flughafen brachte. Das war eine sehr bewegende Geste und die ein oder andere Träne wurde vergossen. 

Am Flughafen checkten wir wieder ein und es ging über Atlanta und Paris zurück nach Hannover. So viel Zeit wir auf den Hinflug in Atlanta hatten, desto kürzer war es auf dem Rückflug. Wir hatten doch sage und schreibe 30 Minuten, um von einem Flugzeug zum nächsten zu kommen. Es war sportlich, aber wir haben es geschafft. Morgens um 9.00 Uhr landeten wir wieder in Hannover, doch leider ohne unser Gepäck, das es in Atlanta nicht in unseren Flieger geschafft hat. Da die Koffer in Tampa aber auch willkürlich eingecheckt wurden, dauerte es zum Teil bis Montag bis jeder von uns seinen Koffer wieder hatte. 

Alles in allem war es eine unbeschreiblich schöne Zeit und eigentlich wollte keiner so gerne wieder nach Hause. Wir haben viele Eindrücke gemacht und Erfahrungen gesammelt und freuen uns darauf, die Amerikaner im Sommer bei uns an der Schule begrüßen zu dürfen. Hoffentlich hat sich das Coronavirus bis dahin wieder verzogen, sodass die Amerikaner kommen dürfen. 

Nina Kossack

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