Vier Schulen im Kampf um die besten Argumente

29. Januar 2020 Vier Schulen im Kampf um die besten Argumente

Stadtentscheid „Jugend debattiert“ an der Bismarckschule


„…und deshalb stellen wir uns heute die Frage, ob Randalierern bei Sportveranstaltungen der Führerschein entzogen werden soll.“

Es ist ein Mittwochmorgen in der Aula der Bismarckschule, vier Schüler*innen betreten mit glühenden Wangen die Bühne. Darunter Jonas Qualmann, der sich in der Altersstufe I bereits am 8. Januar beim „Jugend debattiert“ Schulentscheid für den Regionalverbundwettbewerb qualifizierte und heute nun die Bismarckschule vertritt. 

Die Aula ist vollbesetzt mit den Schülern aller teilnehmenden Schulen, die ihre Favoriten unterstützen und mit selbstgeschriebenen Plakaten anfeuern wollen.

Jonas und seine Mitdebattanten (Carina Krentel von der Helene-Lange-Schule, Elisa Sippel von der Elsa-Brändström-Schule und Jule Schur von der Leibnizschule) haben sich lange auf die heutige Frage vorbereitet und führen demnach eine spannende und engagierte Debatte. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Jury, bestehend aus Lehrkräften aller Schulen sowie dem Vorjahresgewinner zurückzieht und über den Gewinner der Altersstufe I berät, betreten die nächsten Kandidaten die Bühne: Michel Bienik (Helene-Lange-Schule), Ronja Steiner (Elsa-Brändström), Anna Collenbusch (Leibnizschule) und Ole Moszczynski für die Bismarckschule.

Soll Hannover den „Klimanotstand“ ausrufen?24 Minuten lang zeigen die vier Schüler*innen der Altersstufe II die Vor- und Nachteile einer solchen Maßnahme auf und füllen so die „Klimadebatte“ informativ und abwechslungsreich mit Leben. 

Eine weitere Pause folgt, die Jury berät sich erneut und anschließend werden die Sieger*innen des heutigen Wettbewerbs, die am 10. März beim Landesfinale im Niedersächsischen Landtag antreten werden, gekürt. 

Als die Jury zur Siegerehrung zurückkehrt, ist die Stimmung angespannt, alle Schüler hoffen  darauf, einen Vertreter /eine Vertreterin ihrer Schule ins Landesfinale schicken zu können. Jule Schur von der Leibnizschule belegt den ersten Platz in der Altersstufe I, die Debatte der Altersstufe II entscheidet Ronja Steiner von der Elsa-Brändström-Schule für sich. Jonas und Ole finden sich beide auf dem dritten Platz wieder.

 Abschließend bekamen die teilnehmenden Schüler von den Juroren ein individuelles Feedback zu ihren Kommunikations- und Debattierfähigkeiten.  Die Siegerinnen erwartet nun vorerst im Februar ein dreitägiges Rhetorik Seminar in Bad Nenndorf, bevor es Anfang März weiter zum Landesfinale in den Niedersächsischen Landtag geht.

„Jugend debattiert“ wird als Unterrichtsreihe jährlich zu Beginn des neuen Schuljahres im 8. Jahrgang im Rahmen des Deutschunterrichts durchgeführt. Neben den Klassenwettbewerben findet ab November darüber hinaus in Blockveranstaltungen freitags nach der 6. Stunde eine vertiefende AG unter Leitung von Frau Twenhövel, Frau Tanten und Herrn Lobitz statt.

Dabei wird das sachliche und präzise Argumentieren geübt und mit Material zu passenden Formulierungen in einer Debatte untermauert. Nicht jeder  Teilnehmer verpflichtet sich automatisch zur Teilnahme an einem der Wettbewerbe, viel mehr sollen die Schüler die Chance haben, an eine Debatte mit Fachwissen und sprachlichem „Know-how“ heranzugehen. Im Rahmen der AG werden tagesaktuelle Fragestellungen thematisiert, wodurch die Schüler*innen inhaltlich als auch formell auf die Beteiligung am alltäglichen Diskurs vorbereitet werden.

Schüler von Jahrgang 8-13 sind herzlich eingeladen zum Ende diesen Jahres ein Teil von „Jugend debattiert“ zu werden! Für weitere Fragen stehen die leitenden Lehrkräfte zur Verfügung. 

Sophia Hoppenstock, Jg. 12

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